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Nachfolge · 4 Minuten Lesezeit

Nach dem Verkauf: Vermögen, Rolle und die Zeit danach

Was nach dem Verkauf zu regeln ist: die Übergangsphase im Unternehmen, der Umgang mit einem großen Einmalbetrag und die Frage, was an die Stelle der Arbeit tritt.

Über die Zeit nach dem Unternehmensverkauf wird selten gesprochen, obwohl sie länger dauert als der Verkauf selbst. Der Prozess ist auf einen Tag ausgerichtet, an dem das Geld fließt. Was danach kommt, steht in keinem Zeitplan.

Erfahrungsgemäß sind es drei Themen, die Verkäufer im ersten Jahr beschäftigen, und nur eines davon ist finanzieller Natur.

Die Zeit nach dem Verkauf
Die Zeit nach dem Verkauf

Die Übergangsphase im Unternehmen

In den meisten Transaktionen bleibt der Verkäufer noch eine Weile an Bord, als Geschäftsführer, Berater oder im Beirat. Sechs bis vierundzwanzig Monate sind üblich, und dieser Abschnitt wird regelmäßig unterschätzt.

Der Grund ist eine Rollenverschiebung, die sich nicht wegverhandeln lässt: Sie sind weiterhin die Person, die alle fragen, aber nicht mehr die, die entscheidet. Das trägt sich leichter, wenn drei Dinge vorher geregelt sind. Erstens der Umfang, also Tage pro Monat statt einer offenen Zusage. Zweitens die Aufgabe, konkret benannt, etwa Kundenübergabe und Einarbeitung der Nachfolge. Drittens ein Enddatum.

Hängt ein erfolgsabhängiger Kaufpreisanteil an dieser Zeit, gehört auch Ihr Einfluss auf die betreffenden Kennzahlen in den Vertrag.

Der Umgang mit einem großen Einmalbetrag

Wer jahrzehntelang unternehmerisches Vermögen aufgebaut hat, steht plötzlich vor einer anderen Aufgabe: Ein Betrag, der bisher im Unternehmen arbeitete, liegt auf einem Konto. Die Fragen dazu sind sehr individuell und gehören zu einem Vermögensberater oder Steuerberater, nicht in einen Blogartikel.

Zwei Beobachtungen aus Transaktionen lassen sich trotzdem festhalten. Erstens fällt die Entscheidung über die Struktur, in der das Vermögen gehalten wird, faktisch vor dem Verkauf, nicht danach. Wer das erst am Auszahlungstag bedenkt, hat eine Option weniger.

Zweitens gibt es die Beobachtung, dass ehemalige Inhaber im ersten Jahr besonders viele Beteiligungsangebote erhalten. Die Verkaufsmeldung ist öffentlich, das Interesse entsprechend. Ein Jahr Abstand vor der nächsten unternehmerischen Entscheidung ist ein Rat, den man häufig von Menschen hört, die es hinter sich haben.

Was an die Stelle der Arbeit tritt

Das ist der Teil, den niemand in die Absichtserklärung schreibt und der die meisten am stärksten trifft. Ein Unternehmen zu führen bedeutet Struktur, Verantwortung, tägliche Entscheidungen und eine Rolle, die auch außerhalb der Arbeit gilt. All das endet an einem Datum.

Verkäufer, denen der Übergang leichtfällt, haben meist eines gemeinsam: Sie hatten vor dem Verkauf schon etwas, das nicht das Unternehmen war. Ein Beirat, ein Ehrenamt, ein zweites Projekt, eine Ausbildung, die sie machen wollten.

Das ist kein Grund, den Verkauf zu verschieben, bis die Antwort gefunden ist. Es ist ein Grund, die Frage während des Prozesses zu stellen und nicht erst danach. Die Monate der Vorbereitung eignen sich dafür gut, weil man ohnehin über die Zeit nachdenkt.

Häufige Fragen

Wie lange bleibt ein Verkäufer typischerweise im Unternehmen? Sechs bis vierundzwanzig Monate, abhängig davon, wie stark das Geschäft an der Person hing. Bei einem Verkauf an einen Finanzinvestor mit Rückbeteiligung häufig länger.

Kann ich nach dem Verkauf wieder unternehmerisch tätig werden? In der Regel ja, aber nicht in derselben Branche. Kaufverträge enthalten fast immer ein Wettbewerbsverbot über zwei bis drei Jahre. Achten Sie bei der Verhandlung auf die räumliche und sachliche Reichweite, wenn Sie das vorhaben.

Was passiert mit meiner Pensionszusage? Sie wird im Rahmen der Transaktion geregelt, entweder durch Übernahme, Auslagerung oder Abfindung. Der Barwert wirkt sich außerdem auf den Kaufpreis aus und sollte früh bewertet werden.

Fazit

Ein Verkauf endet nicht mit der Zahlung. Die Übergangsphase gehört so sorgfältig verhandelt wie der Preis, und die beiden anderen Fragen, was mit dem Vermögen geschieht und was an die Stelle der Arbeit tritt, lassen sich während des Prozesses besser beantworten als danach.

Welche Nachfolgewege es gibt, beschreibt der Beitrag zur Unternehmensnachfolge. Wie sich der Kaufpreis zusammensetzt, steht im Artikel zur Kaufpreisstruktur. Für ein Gespräch über Ihre Situation stehen wir unverbindlich zur Verfügung.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Fragen zur Vermögensstruktur gehören in die Hand eines Beraters, der Ihre persönlichen Verhältnisse kennt.

Nächster Schritt

Eine erste Wertspanne bekommen Sie in zwei Minuten im Rechner. Für alles Weitere reicht ein Gespräch.